Unterschriftensammlung für Einwohnerantrag „Planverfahren Grünzug“ beendet

Flyer Einwohnerantrag vorn web

Ab 01.06.2016 haben wir Unterschriften für den Einwohnerantrag „Planverfahren Grünzug“ gesammelt. Bis Januar 2017 haben wir 1742 Unterschriften von Pankower Bürger*innen gesammelt und der BVV Pankow eingereicht – Danke! – 1 000 Unterschriften sind notwendig, damit der Antrag von der dann neu gewählten  BVV Pankow behandelt werden muss. Alle Pankower Bürger*innen und Bürger sind aufgerufen, sich mit Ihrer Unterschrift unter diesen Antrag an der konkreten städtebaulichen Entwicklung im Zentrum des Prenzlauer Berg mit einzumischen.

Weitere Informationen finden Sie hier … Machen Sie mit!   – Alles wird gut!

Flyer Einwohnerantrag hinten web

BVV zum Thälmannpark – Durchmarsch von Kirchner und Gerome verhindert

Quelle: www.prenzlberger-stimme.de - Copyright Olaf Kampmann, mit freundlicher Genehmigung

Quelle: www.prenzlberger-stimme.de – Copyright Olaf Kampmann, mit freundlicher Genehmigung – Investor Gerome und Bezirksstadtrat Kirchner

Den aktuellen Stand der Dinge (März 2016) beschreibt der Meinungsbeitrag BVV im Thälmannpark: Durchmarsch verhindert sehr treffend – hier als PDF Dokument verfügbar.

Insgesamt ist die Situation in Bezug auf die massiven Bebauungsabsichten am Güterbahnhof Greifswalder Straße wie folgt:

  • Der vom Bezirksamt unter Führung von Bezirksstadtrat Kirchner in Zusammenarbeit mit Investor Gerome beabsichtige Neubau von 600 Wohnungen (WE) und zwei 19 geschossigen Hochhäusern findet in der BVV Pankow zur Zeit (März 2016) keine Mehrheit.
  • Die SPD Fraktion will Neubau auf 400 WE / keine Hochhäuser beschränken. Vor der Aufstellung eines B-Planes soll ein Städtebaulicher Wettbewerb mit diesen Rahmenbedingungen stattfinden.

Wir haben also etwas Zeit gewonnen. Nicht mehr, nicht weniger. Und, ob nun Wahltaktik oder Überzeugung bei der SPD (ist uns egal) –  der größte Irrsinn wurde zunächst verhindert, mit einer nicht vorhandenen Machbarkeitsstudie über 600 WE und zwei Hochhäuser ins Areal reinzuquetschen.

Späte Rache – die Zerstörung eines Symbols

Der Ernst-Thälmann-Park im Prenzlauer Berg wurde durch Beschluss der DDR-Parteiführung auf der Fläche des 1982 stillgelegten Gaswerkes Greifswalder Straße geschaffen . Es sollte ein Wohn-/Park-Areal geschaffen werden, welches, in der Innenstadt gelegen, ein neuartiges und attraktives Wohnen ohne ruhenden Verkehr, mit viel Grün, Spielplätzen und weiteren Infrastruktureinrichtungen gestattete – ein Vorzeigeobjekt mit Symbolcharakter sozusagen.

Namhafte Architekten, Gartengestalter und andere Wissenschaftler nahmen die Arbeit auf und schufen das noch heute als Gesamtheit erkennbare Ensemble einschließlich des Zeiss-Großplanetariums.

In den ersten Entwürfen wurden drei Gasometer für kulturelle, sportliche sowie museale Zwecke vorgesehen, was die Attraktivität – auch nach heutigen Maßstäben – erhöhte. Dieser Entwurf wurde von der Parteiführung verworfen, übrigens diktatorisch versteht sich!

Dies gefiel so manchem Bürger, auch mir, nicht. Proteste verliefen ergebnislos. Die Gasometer wurden abgerissen. Der abgeänderte Entwurf wurde in zwei unmittelbar aufeinander folgenden Etappen der Jahre 1986/1987 realisiert. Die Mieter, darunter auch privilegierte, nahmen die Wohnungen und das attraktive Umfeld trotz des diktatorischen Eingriffs bezüglich der Gasometer gern an. Es störte sie eher nicht. Die Mieten waren billig und die Grünanlagen wurden fleißig gepflegt.

Nach der Wendezeit 1990 änderte sich gar Manches.

Bald stellte sich heraus,dass der Boden großräumig durch Schadstoffe des ehemaligen Gaswerkes verseucht war. Abhilfe musste her. Bis 2015 kostete dies etwa 11 Mio €. Wesentliche Besserungen sind bisher nicht erkennbar. Gegenüber diesem Aufwand verringerte sich der Aufwand für Pflege der Grünanlagen sowie die Erhaltung technischer Anlagen dramatisch. Arbeitskräfte wurden abgebaut und durch den Zusammenschluss von Prenzlauer Berg, Weißensee und Pankow zum neuen Stadtbezirk Pankow weiter verstärkt. Park und technische Anlagen vergammelten, einige wurden stillgelegt. Der Teich sollte zugeschüttet werden. Bürger rafften sich auf, übernahmen Pflege des Teiches und auch die Kosten für die Wasserversorgung.

Im Dezember 2012 gründete sich die Anwohnerinitiative. In deren Initiativen wurden Studenten einbezogen, welche in wissenschaftlicher Akribie die besondere Bedeutung des einmaligen Wohn-/ Parkensembles deutlich machten.

Durch diese Aktivitäten konnten beabsichtigte Aktionen des Bezirks, stark beeinflusst durch forsche Investoren abgewehrt werden, darunter Errichtung von Bauten längs der Greifswalder- wie auch der Danziger Straße. Selbst die Erhebung eines Teils des Thälmannparks in den Denkmalstand kam Anfang 2014 zustande. Danach wurde es schwieriger, weil getrieben durch den Investor mit Unterstützung des für Stadtentwicklung Verantwortlichen im Bezirk Maßnahmen zur massiven baulichen Erweiterung des Areals einschließlich von Teilen des ehemaligen Güterbahnhofs Greifswalder Straße erfolgten.

Bisheriger Höhepunkt ist die Erarbeitung von Varianten zur Bebauung des nicht denkmalgeschützten Teil des Park-Areals einschließlich der ehemaligen Bahnfläche. Interessant ist, dass trotz ständig versuchter Einwirkung der Anwohnerinitiative in keiner der bisher angebotenen Varianten auch nur der Ansatz eines Zugeständnisses hinsichtlich der Vorstellungen der Bürgerinitiative erkennbar ist. Das Gegenteil ist der Fall!

Der durch einen Einwohnerantrag Anfang 2. Quartal 2015 begründete Erhalt von am Rand des Areals vorhandener Parkflächen wurde am 21.01.2016 durch den öffentlich tagenden „Ausschuss für Stadtentwicklung und Grünanlagen“ des Bezirks abgelehnt, übrigens demokratisch versteht sich!

Alternativen für den Wegfall der 180 stark frequentierten Parkplätze werden nicht angeboten. Und solches geschah, weil im Zeitraum der letzten acht Monate die Varianten der Machbarkeitsstudie sich in Arbeit befinden, in denen der nicht denkmalgeschützte Teil des Parks in drei getrennte Flächen verw(sch)andelt sowie die Bebauung der Parkflächen vorgesehen worden sind.

Sollten diese Vorstellungen realisiert werden, dann liegt der Gedanke nicht fern, dass nach der Wende in die Politik gewechselte Protestanten gegen den Abriss der drei Gasometer nun ihren verbliebenen Frust los werden wollen, indem der zweifelsfreie Symbolcharakter des Thälmannparks als Ganzes zunichte gemacht wird.

Ich bin sicher, dass sowohl der diktatorische Eingriff zum Abriss der Gasometer aber such die  demokratisch angestrebte Zerstörung wertvoller Objekte der Zeitgeschichte mit Symbolcharakter unangebracht sind.

Günter Hahn

Die Katze wird aus dem Sack gelassen …

Liebe UnterstützerInnen, Liebe Nachbarn,

Herzlichen Dank für Ihre andauernde Unterstützung unserer Kampagne für mehr Grün für Alle im Herzen des Prenzlauer Berg. In den letzten 16 Monaten haben die Politiker und die Behörden offensichtlich hinter verschlossenen Türen an der Konkretisierung der Pläne für die Bebauung entlang des Ernst-Thälmann-Parks gearbeitet.

Nun sollen die ersten Ergebnisse vorgestellt werden, und zwar am Donnerstag, den 26.11.2015 ab 19:30 Uhr in der
Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Grünanlagen – BVV Pankow
Fröbelstr. 17, Haus 7 – BVV Saal – 10405 Berlin

Ebenfalls in dieser Sitzung wird über unseren Einwohnerantrag abschließend entschieden! Wir laden Sie alle herzlich ein, in der ab 19:30 Uhr öffentlichen Sitzung vorbeizukommen, um sich selbst ein Bild zu machen und sich einzumischen, langsam wird es ernst. Wir sind genauso gespannt wie Sie auch. Bürgerbeteiligung auf Augenhöhe fand bei diesen Planungen bisher nicht statt, ob sich das ändern wird? Unsere Erfahrungen der letzten Jahre sprechen nicht dafür, diese hat ja unser Teddy-Bär in einem Bild schön zusammengefasst.
Trotzdem wird alles gut, wir haben nichts zu verlieren, wir haben Zeit!

Kniefall vor Christian Gérôme

Wilhelm V. von Jülich-Cleve-Berg fällt 1543 in Venlo Kaiser Karl V. auf die Knie

Wilhelm V. von Jülich-Cleve-Berg fällt 1543 in Venlo Kaiser Karl V. auf die Knie

Die Prenzlauer Berg Nachrichten berichten im Beitrag „Thälmannpark: 50 Millionen für den Umbau und Kniefall vor Christian Gérôme“ vom aktuellen Stand der Pläne rund um den Thälmannpark. Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man lachen. Seit 2 Jahren versuchen wir mit unseren BVV Vertretern in eine Diskussion einzutreten – Fehlanzeige. Der misslungene Voruntersuchungsbericht wird einfach als Grundlage für das nun anstehende B-Plan Verfahren herangezogen und beschwichtigend erklärt, dass ja noch nicht gebaut wird – bis dann die Bagger rollen und keiner verantwortlich sein will. Das Primat der Politik vor irrsinnigen Kapitalinteressen? Fehlanzeige, einfach weiterwurschteln ist offensichtlich angesagt.

Hier ist Selbstbedienung


Am heutigen Donnerstag, den 12. Februar 2015 ab 19:30 Uhr findet eine Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Grünanlagen statt. Als Tagesordnungspunkt 5 steht die Vorinformation vor Aufstellungsbeschluss/künftiges Planverfahren ehemaliges Güterbahnhof Greifswalder Straße durch das Bezirksamt an. Wir fragen uns: Wozu die Eile? Offensichtlich soll nun möglichst schnell ein B-Plan-Verfahren auf den Weg gebracht werden, um dem Investor den Traum von Hochhäusern zu erfüllen.
Heute haben wir nach monatelanger Recherche dein Beitrag „Hier ist Selbstbedienung“ veröffentlicht, in dem wir die unserer Ansicht nach dubiosen Vorgänge beim Verkauf und Entwidmungsprozess des Bahngeländes darstellen.

Schon im Januar wurden 1142 Unterschriften für den Einwohnerantrag gegen die Bebauung der Parkplätze neben der Ernst-Thälmann-Schwimmhalle der BVV übergeben. Aber auch das scheint die Verantwortlichen nur zu noch mehr Eile zu drängen.

Wir bleiben weiter am Ball und planen nun den nächsten Schritt, ein Bürgerbegehren und Bürgerentscheid für ganz Pankow, bei dem wir alle die Wahl haben, was mitten im Zentrum vom Prenzlauer Berg passieren soll: Beton oder Grün?

Weiter geht’s – Unterschriftensammlung für unseren Einwohnerantrag


Nachdem unser Bürgerantrag im Ausschuss für Stadtentwicklung und Grünanlagen der BVV Pankow abgelehnt worden ist, verlieren wir natürlich nicht den Mut. Seit mehr als 3 Monaten sammeln Aktive unserer Kampagne parallel Unterschriften für einen Einwohnerantrag. In diesem Einwohnerantrag werden 2 konkrete Forderungen aufgestellt:

1. Keine Bebauung an der nördlichen Denkmalgrenze des Ernst-Thälmann-Parks und damit Ausschluss negativer Auswirkungen auf den Park und unser Wohngebiet

2. Erhalt der Parkplätze in der Lilli-Henoch-Straße

Mittlerweile wurden schon über 800 Unterschriften (benötigt werden mindestens 1000) gesammelt, das ist super! Wir wollen nun bis 15. Dezember die erforderlichen Unterschriften beisammen haben, damit wir den Antrag dann zeitnah im Frühjahr 2015 in die BVV einbringen können. Dazu rufen wir nun alle engagierten Bürgerinnen und Bürger zur Mithilfe auf. Weiterlesen und mitmachen …

Wir müssen wieder auf die Straße gehen!


sonnenuntergang03 demo
Alle, die auch keinen Bock mehr auf den ganzen Immobilien-Wahnsinn in dieser Stadt haben, können jetzt einfach mal demonstrieren… Gemeinsam mit der Mauerpark-Allianz und weiteren Initiativen aus ganz Berlin rufen wir zur Demo auf:

An diesem Freitag, 14. November 2014
um 14 Uhr am Fehrbelliner Platz

(Zug von Senator Müllers Büro bis zum Sitz der Groth-Gruppe am Kudamm, bis ca. 17 Uhr)

Wir sind gegen:
•Investoren, die sich Flächen aus Gemeinschaftseigentum billig unter den Nagel reißen und dann mit „Premium-Immobilien“ zupflastern wollen
•Politiker in Bezirken, Senat und Bund, die das ermöglichen, nach Kräften unterstützen und damit den Ausverkauf der Stadt betreiben

Wir sind für:
•Nachhaltige, ökologische und soziale Entwicklung dieser Stadt für Alle. Platz für Grundbedarfe der Menschen, wie Schulen, Kitas und Freizeiteinrichtungen für Kinder und Jugendliche, Kultureinrichtungen, öffentliche Erholungsräume und Grünflächen für Alle, sowie ein gesundes Stadtklima müssen Vorrang haben vor Spekulationsgeschäften teils internationaler Investoren und Renditeinteressen privater Anleger.

Der folgende Beitrag fasst die erschreckend ähnliche Gemengelage an verschiedenen Brennpunkten zusammen, erklärt die „Methode Müller“ und beschreibt, was uns womöglich mitten im Prenzlauer Berg demnächst blüht:

Müllers “Manhattan-Projekt”
mitten im Prenzlauer Berg

Läuft der nächste Deal mit der Groth-Gruppe am Thälmann-Park?